Ein Opferstock - Kunsthandel - Antiquitäten - Berlin

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Ein Opferstock

Objekte
Ein Opferstock
Deutsche Spätgotik, 2. Hälfte 15. Jahrhundert.
Laut Auskunft der Vorbesitzer aus dem Naumburger Dom.
Eiche, geschnitzt; Eisen, geschmiedet, geschlitzt und genietet.
Höhe: 75/78 cm, Breite/Tiefe: 22/20 cm.
Rhombenförmiger Holzklotz mit zwei geschnitzten Schauseiten.
Der Klotz in drei Zonen gegliedert. Die Sockelzone mit drei schmalen, abgeschrägten Lisenen. Der obere Teil des Sockels mit geschnitztem Rundbogenfries. Zwei Rundbögen dreipassig erhöht und mit einem profiliertem Spitzdach gekrönt.
Die lange Mittelzone zweimal konkav eingezogen, flankiert von säulenartigen Stäben. Die gedreht geschnitzten Halb- bzw. Viertelstäbe auf profilierten Rundbasen. Die Kapitäle geschnitzt als Weinblätter mit Früchten.
Die obere Zone kantig überstehend. Die Schauseiten beschnitzt mit einem schmalen Rundbogenfeld, flankiert von vierpassigen geschweiften Rosetten, in den Zwickeln vier Trauben zu je drei Beeren.
Klotz oben von einer überlappend aufgenieteten Eisenmanschette eingefasst. Die eiserne Abdeckung in der Mitte breit kreisförmig ausgeschnitten. Der runde Eisendeckel, innen mit eingerücktem, massiven, aufgenieteten Ring, durch ein Scharnier mit Band befestigt. Ein zweites aufgenietetes Band, hinter einem ausgemeißeltem Münzschlitz, führt zu einem Scharnier mit Überfallbügel. Der geschlitzte Bügel passt in eine Öse an der Manschette. Ein kreuzweise angebrachtes Band mit Überfallbügel sichert den Behälter zweifach.
Mitte des zweiten Bandes mit geklamertem Münzeinwurfstutzen.

Literatur Zum Vergleich: Prochnow, Schönheit von Schloss Schlüssel Beschlag, Düsseldorf 1966, Abb. 251 (Opferstock von 1661).
 
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